Eindrücke vom 28.Juni
http://www.youtube.com/watch?v=_PrHj92A3Ss
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bilder-vom-abschied-schwabinger-7:-das-waren-die-letzten-stunden.c9ab1ef6-ff2f-488c-a8b6-900284370368.html

Pressemitteilung der Bürgerinitiative “Rettet die Münchner Freiheit – für ein kulturelles Schwabing“
München, den 23. Juni 2011
Verfassungsklagen gegen Stadt München, Land Bayern und
Bundesrepublik Deutschland?
In der Podiumsdiskussion (kultur)Stadt mit Herz - Willkommen in München? am Mittwoch, 22. Juni 2011, 20 Uhr im Rationaltheater diskutierten Politikerinnen und Politiker, Künstler und ein Stadtsoziologe über Gentrifizierung, Luxussanierungen,
Versäumnisse, Chancen und Wege, wie man die Zukunft Münchens positiv gestalten
könnte.
Auf dem Podium saßen Dr. Detlev Sträter(Stadtsoziologe), Wolfgang Flatz (Aktionskünstler), Sven Kemmler (Kabarettist), Max Heißler (Aktionsgruppe Untergiesing), Patric Wolf (Fraktionsvorsitzender der CSU im Bezirksauschuss), Isabell Zacharias (kulturpolitische Sprecherin der SPD im Landtag), Margarete Bause (Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag) und Florian Raabe (Rettet die Münchner Freiheit).
Margarete Bause, Partric Wolf, Florian Raabe, Isabell Zacharias, Detlev Straeter, Wolfgang Flatz, Sven Kemmler, Max Heißler (FOTO Wanda Luesst)
Angesichts einer immer rasanter werdenden Gentrifizierung sollten Lösungsstrategien angedacht werden, wie man den sozialen Frieden in München und die kulturelle Identität eines Viertels trotz Verwertungsdruck mittels einer zeitgemäßen Städteplanung bewahren kann. Die Boomregion München erwartet den Zuzug von ca. 150.000 neuen Mitbürgern in den nächsten zehn Jahren (Zahlen des statistischen Landesamtes). Konsens bei allen Anwesenden ist, dass diese Entwicklung gelenkt werden müsse. Mieten müssten bezahlbar sein, kulturelle
Freiräume sollen erhalten bleiben beziehungsweise geschaffen werden. Einige Zuschauer und Podiumsteilnehmer sehen die Entwicklungen äußerst kritisch.
Wolfgang Flatz, Aktionskünstler, der bereits mehrmals auf der Dokumenta ausgestellt hat, sieht die Gefahr, dass “gerade die Subkultur, die immer der Humus der Hochkultur ist”, verdrängt wird.
Auch die Immobilienspekulationen nehmen immer größere Dimensionen an “Es geht nicht mehr darum wie sieht die Stadt aus, wie lebt man in der Stadt? Es gibt keine
notwendigen Freiräume mehr, jede Lücke wird “optimiert”. Diese Investoren haben oftmals keine Beziehung zur Stadt. Ich freue mich, dass sich in München eine Bewegung zu entwickeln scheint, die fragt: Wem gehört eigentlich diese Stadt?”, so Margarete Bause, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag.
Dr. Detlev Sträter sieht zwei Komponenten an den geschraubt werden muss.
Erstens muss das politische Handeln wieder korrigiert werden. Städtische Unternehmen veräußern ihre Grundstücke, wie z.B die SWM ihre Heizkraftwerke und kurbeln somit den Ausverkauf der Stadt an, obwohl hier Politiker der Stadt in den Aufsichtsräten sitzen. Zweitens setzt die Politik übergeordnete Gesetze nicht um und wendet bestehendes Recht nicht adäquat an.”Eigentum soll sozialpflichtig gebraucht werden (Grundgesetz)” oder “Spekulative Bodengewinne sollen der Allgemeinheit zugeführt werden (Bayerische Verfassung)” werden nicht beherzigt.”
Florian Raabe fordert die “Stadt, Land und Bund auf, schnellstmöglich geltenes
Verfassungsrecht umzusetzen, sonst wird es gegebenfalls Verfassungsklagen unsererseits gegen die Stadt München, das Land Bayern und die BRD geben.”
Für die Zukunft Münchens sehen einige Teilnehmer schwarz, wenn nicht eingegriffen wird.
Florian Raabe, Isabell Zacharias, Detlev Straeter, Wolfgang Flatz, Sven Kemmler (FOTO Wanda Luesst)
Sven Kemmler, Kabarettist:”München scheint immer mehr aus Bionadepuppenstuben zu bestehen. Irgendwann haben wir ein Groß-Grünwald - nur mehrstöckig. Man kann zwar ein Gewerbegebiet außerhalb der Stadt bauen, aber kein Kulturgebiet. Kultur ist etwas sehr fragiles. Mir fehlt eine Vision des Oberbürgermeisters, wie er die Stadt in den nächsten zehn Jahren gestalten möchte”.
Als Lösungsmöglichkeit sieht Max Heißler von der Aktionsgruppe Untergiesing eine
kommunalisierung der Macht. “Ich wünsche mir manchmal von einer kleinsten politischen Einheit, wie dem dem Bezirksausschuss, mehr Nähe zum Bürger, damit dieser mitbekommt wo was verkauft wird und er dann auch frühzeitig Vorschläge einbringen kann.”
Patric Wolf, Fraktionsvorsitzender der CSU im Bezirksauschuss Schwabing Freimann schließt sich hier konsequent an und fordert, dass Verfahren, die in den Behörden laufen, transparent zu machen. Eine für alle Bürger und Bürgerinnen zugängliche Plattform im Internet steht schon seit Jahren aus.
Isabell Zacharias, kulturpolitische Sprecherin der SPD im Landtag und Münchner Partei-Vize, unterstützt die Initiative und fordert Ortsbegehungen und fallbezogene Entscheidungen.
Dr. Detlev Sträter (Stadtsoziologe) ruft die Bürgerinnen und Bürger zu mehr Initiative auf: “Natürlich sollten auch Vertreter des Städtetages sich mit diesem Thema beschäftigen und Initiativen auf Bundesebene starten. Dennoch sollte man nicht zu sehr auf die instutionalisierte Politik setzen. Der Druck muss immer von den Bürgern und Bürgerinnen kommen.”
Rettet die Münchner Freiheit freut sich, dass es mit dem gestrigen Abend ein erster Schritt zur Vernetzung zwischen Bezirksausschuss, Bürgern, Stadt und Land getan ist.
Am 28. Juni veranstaltet die Initiative ein finales Konzert am Forum der Münchner Freiheit mit anschließendem Lichterzug durch Schwabing zur Feilitzschstraße 7-9, wo Mama Kebap und Schwabinger 7 ihren letzten Tag begehen werden. Für Schmaus und Trank ist gesorgt.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten Sie die folgende Veranstaltung als Unterstützer oder als Pressemedium publik zu machen.
In der Podiumsdiskussion (kultur)Stadt mit Herz - Willkommen in München? am Mittwoch, 22. Juni 2011, 20 Uhr im Rationaltheater, sprechen Vertreter der Stadt, der Bürgerinitative, Stadtsoziologen und bekannte Künstler über die Stadt, Stadtplanung und ihre städtische Kultur sprechen.
Mit:
Dr. Detlev Sträter, Stadtsoziologe Münchner IMU-Institut
Wolfgang Flatz, Aktionskünstler, Bühnenbildner, Musiker und Komponist.
Sven Kemmler, Kabarettist
Michael Mittermeier, Kabarettist
CSU Vertreter/in
SPD Vertreter/in
Grüne Vertreter/in
Angesichts einer immer rasanter werdenden Gentrifizierung sollen Lösungsstrategien angedacht werden, wie man den sozialen Frieden in München und die kulturelle Identität eines Viertels trotz Verwertungsdruck mittels einer zeitgemäßen Städteplanung bewahren kann.
Im konstruktiven Austausch wollen wir auch aus dem Fall “Feilitzschstraße 7-9” lernen und den Fokus darauf legen, wie die Stadt früher die Bürger informieren und beteiligen kann, um ein Politikum wie es um die Schwabinger 7 entstanden ist, vermeiden zu können.
Es lädt ein: Das Rationaltheater
Hesseloher Straße 18, 80802 Munich
Alle Interessierten sind herzlich willkommen der Diskussion beizuwohnen und sich aktiv einzubringen.
Pressemitteilung München, den 16. Juni 2011
Der Fall Feilitzschtraße 7-9 hat in den letzten Wochen für Aufmerksamkeit in ganz Deutschland gesorgt. Die Berichterstattung reichte von der Münchner Lokalpresse bis hin zu den überregional erscheinenden Zeitungen und Magazinen wie z.B. der Süddeutschen Zeitung, DER SPIEGEL, DIE ZEIT und Financial Times Deutschland.
Das Landesdenkmalamt hat sich heute, den 16.06.2011, in seiner Pressmitteillung zu dem Fall geäußert. Urteil: “Schwabinger 7: Denkmaleigenschaft nicht gegeben”. Somit hat man sich gegen die Einführung der Denkmaleigenschaft des Gebäudekomplexes Feilitzschstraße 7-9 ausgesprochen.
“Trotzdem bedanken wir uns sehr herzlich bei Herrn Kultusminister Dr. Spaenle für seine Mühen und seinen politischen Mut, den Denkmalschutzantrag gestellt zu haben.”, erklärt Florian Raabe, Sprecher der Initative und führt fort: “Ich bin heute wirklich stolz auf unseren Kultusminister!”
Der Komplex an der Feilitzschstraße 7-9 reiht sich ein in eine Liste an Gebäuden, wie z.B den Kutscherhäusern, die ihren Denkmalschutz verloren haben, beziehungsweise nicht erhalten. In beiden Fällen sollen an Stelle der jeweiligen Gebäude Luxuswohnungen entstehen.
Wir machen Sie desweiteren darauf aufmerksam, dass sich im Bereich der Grundstücke Feilitzschstraße 7-9 laut “BayernViewer -denkmäler” (eine Art Google Maps für Denkmäler) an diesem Ort mittelalterliche und frühneuzeitliche Teile des Altortes von Schwabing befinden. Ob aus diesen Gründen archäologische Ausgrabungen, wie zum Beispiel am Münchner Marienhof, von Nöten sind, muss noch geprüft werden. Für die Ausgrabungskosten müsste der Bauherr aufkommen.
Dazu Florian Raabe: “Mit der Entscheidung, die Schwabinger 7 nicht unter Denkmalschutz zu setzen, ist - ironischerweise - der Weg frei: für archäologische Ausgrabungen. Wir sind gespannt.”
Nach mehreren Demonstrationen und Konzerten u.a.mit Michael Mittermaier und vielen anderen Künstlern wird aber langsam deutlich: Es geht ausdrücklich nicht nur um das Kultlokal Schwabinger 7 - seit Jahrzehnten ein kultureller Identifikationsort für tausende Münchnerinnen und Müncher. Es geht um mehr:
Die Schwabinger 7 ist ein Symbol - ein Symbol für den immer dramatischer werdenden Ausverkauf Münchens, eine Entwicklung, an deren Ende München zu Tode veredelt sein wird. Diesem Prozess sollte sich die Stadt entschieden entgegenstellen und hilfreiche Instrumente entwickeln und ihn nicht auch noch verbal unterstützen, wie dies Oberbürgermeister Ude als Chef der Verwaltung gegenwärtig tut.
“Es geht um eine Saufkneipe in einer ehemaligen Baubaracke”, so OB Ude in der Süddeutschen Zeitung, und beruft sich hierbei stets auf die anderen noch vorhandenen kulturellen Biotope, die die Stadt beheimatet. Doch auch diese sind in Ihrer Existenz erheblich gefährdet. Dass der Verwertungsdruck auf umliegende Gebäude mit dem Abriss der Feilitzschstraße 7-9 noch erheblich beflügelt wird, verschweigt Herr Ude.
Der Stadtsoziologe Detlev Sträter, wies in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hin: “Wenn man diese Orte zerstört, macht man viele Menschen emotional heimatlos: Ihre Bindung zum Stadtquartier, ja womöglich zum Gemeinwesen München geht verloren.” “Es schwächt auf Dauer auch den Wirtschaftsstandort München, wenn Sozialdienstleister wie Lehrer, Altenpfleger oder Krankenschwestern diese Stadt notgedrungen verlassen.” “Die Stadtpolitik muss sich darauf einstellen, dass sie es nicht nur mit Investoren zu tun hat, sondern auch mit Bürgern, die sich dagegen wehren, rausgedrängt zu werden.”
Herr Prof.Wolff, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), ist in seinem Gutachten zu dem Schluss gekommen, dass der vorhandene Vorbescheid die Stadt nicht hindert eine Veränderungssperre zu errrichten.
“Mit Hilfe einer bis zu vier Jahre langen Veränderungssperre, in der die Stadt nicht
Regresspflichtig gegenüber der Hamburgischen Immobilien Handlung ist, hätte das Viertel und die Stadt genug Zeit und die gebotene Ruhe, zusammen mit allen Beteiligten: der Stadt, den Bürgern, aber auch dem Investor, sich an einem runden Tisch eine gemeinsame Lösung zu überlegen.”, erklärt Tobias Ruttloff, Referent für Stadtplanung der Initiative.
Die Stadtverwaltung München kommt zu dem gegenteiligen Ergebniss als Herr Prof. Dr. Wolff. Die Initiative Rettet die Münchner Freiheit fordert die Politikerinnen und Politiker der Stadt auf, genau zu prüfen, wie diese so konträren Einschätzungen zu Stande kommen können.
“Uns ist heute nicht gerade zum Jubeln zumute, denn München geht es schlecht. Hinter dem Fall “Feilitzschstraße 7-9” steckt mehr als bloß ein Zipperlein. Wir wollen, dass die Verantwortlichen der Stadt nun ihre Konsequenzen ziehen und sich mit den Bürgern des Viertels und den Investoren zusammensetzen, um einen Kompromiss zu finden, der ein lebenswertes Miteinander möglich macht !”, sagt Markus Okur, Mediengestalter der Initiative.
“Die aktuellen Mietpreise in München sind der Wahnsinn.”,erklärte Michael Mittermeier gegenüber der dpa ,”Zwar könne man die Pläne vermutlich nicht mehr komplett ändern, aber wir wollen zumindest darüber reden”. Nach den verschiedenen Aktionen ist er sich sicher, “dass wir gehört werden.”
“Wir wollen die von Stadtsoziologe Detlev Sträter angesprochene Demokratisierung der Stadtentwicklung! Die Sorgen der vielen Bürgerinnen und Bürger müssen ernstgenommen werden. Wir wollen mehr Bürgerbeteiligung!”, betont Florian Raabe abschließend.
In einer Pressekonferenz am 6. Juni um 11:00 Uhr im Rationaltheater, Hesseloher Straße 18 wird die Bürgerinitiative zusammen mit dem Rechtanwalt der Anwohner aufzeigen, dass die Stadt - entgegen den Bekundungen der Verwaltung - sehr wohl die geplante Neubebauung verhindern kann.
Nach der Sitzung im Bezirksauschuss gab es offensichtlich einige Missverständnisse. Sollte die Initiative mit zu den Irritationen beigetragen haben, bitten sie hiermit für die entstandene Aufregung um Entschuldigung.
Dazu Florian Raabe: “Wir verbitten uns aber den Ton von Herrn Lederer-Piloty. Bei allen sachlichen Differenzen muss die Achtung des Gegenübers und der gegenseitigen Respekts immer gewahrt sein.”
Der gemeinsame Vorschlag aller Beteiligten - der Bürgerinitiative “Rettet die Münchner Freiheit” und der Fraktionen war eine kulturelle Nutzung in einem möglichen Neubau vorzusehen. Unter dieser Maxime würde man der kulturellen Entwertung Altschwabings entgegenwirken. Ziel der Bürgerinitiative und der Anwohner war von Anfang an das Viertel zu schützen und gemeinsam für seinen kulturellen Erhalt zu kämpfen. Ein das Viertel belebende Orte wie das Monopol Kino und die Schwabinger 7 dürfen nicht ersatzlos zerstört werden. Das wäre die Einleitung des Ende von Kunst und Kultur in Altschwabing.
“Schwabing darf nicht zur reinen Wohngegend verkommen.” sagt Markus Okur.
Die Ankündigung der HIH nur stilles Gewerbe im Neubau einziehen zu lassen, um somit die Anwohner vor Lautstärke zu schützen ist insofern unschlüssig, als dass in den vergangenen Jahren kaum Beschwerden über das Areal Feilitzschstraße 7-9 eingingen. Im Gegenteil - die Anwohner wehren sich gegen die geplante Neubebuung der HIH und haben deshalb Rechtsanwälte engagiert, um das Vorhaben in der jetzt geplanten Weise zu verhindern.
Stefan Best, Geschäftsführer der Hamburgischen Immobilien Handlung, bekundete unmittelbar nach der Bezirksausschusssitzung bei TV München, dass ihm keine kulturelle Nutzung vorschwebe. Da der Investor somit die Wünsche des Bezirksausschusses, der unmittelbaren Anwohner und des Viertels ignoriert, fordert die Initiative den Stadtrat auf, eine kulturelle Nutzung einem möglichen Bauherren zwingend vorzuschreiben. Dazu bedarf es aber den seit Wochen geforderten Bebaungsplan und einer Erhaltungssatzung, um Luxusneubauten in Altschwabing, die nur stilles Gewerbe dulden, zu verhindern.
Der Bezirksausschuss 12 Schwabing -Freimann beschloss am 31. Mai, in seiner Sitzung in der Seidlvilla, den Stadtrat zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für Altschwabing aufzufordern. Alle Fraktionen bekundeten ihren Unmut gegen die geplante Neubebauung. Besonders störte die Abgeordneten des Bezirksausschusses, dass mit der geplanten Neubebauung stilles Gewerbe in die Feilitzschstraße einziehen würde und somit kultureller Raum ersatzlos zerstört werden würde.
Deshalb hat der Bezirksauschuss - bei lediglich zwei Gegenstimmen - einen Bebauungsplan für Altschwabing gefordert. Damit wäre auch die lang geforderte vierjährige Veränderungssperre ohne Regressforderungen möglich, um in dieser Zeit die Zukunft Altschwabings in Ruhe und unter Beteiligung der Bevölkerung zu gestalten. In einem Bebauungsplan mit Erhaltungssatzung wäre es möglich Kunst, Kultur und Nachtleben in Altschwabing zu schützen, um dieses kulturelle Viertel im Münchner Norden vor Luxussanierung zu bewahren.
“Ich bin äußerst zufrieden”, erklärt Florian Raabe, Sprecher der Initiative, und führt fort, “denn unserer Zentralforderung – der Aufstellung eines Bebauungsplans – ist der Bezirksausschuss fast einstimmig nachgekommen.”
Nur mit einem Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans für Altschwabing kann die Politik die Gestaltungshoheit über das Viertel zurückgewinnen. Denn nur mit einem Bebauungsplan ist es möglich, die Entstehung eines Luxusquartiers in Altschwabing zu verhindern.
“Die weitere Zerstörung Altschwabings wäre nach momentaner Rechtslage ein reiner Verwaltungsakt. Wir wollen verhindern, dass die Verwaltung Luxusneubauten in Altschwabing abnicken muss. Deshalb fordern wir so energisch den Bebauungsplan, damit sich der Stadtrat und Oberbürgermeister Ude mit der Zukunft Schwabings beschäftigen.” sagt Florian Raabe und betont:
“Wir werden verhindern, dass der Stadtrat und der Oberbürgermeister sich vor der Verantwortung gegenüber der Bevölkerung entzieht!”
Da der Vorbescheid für die Feilitzschstraße 7-9 ungültig ist, kann die Politik auch dieses Areal in den Bebauungsplan einschließen und somit den geplanten Luxusneubau der HIH verhindern.
Bitte nehmen sie zu Kenntnis, dass die Initiative auf dem Corso Leopold am kommenden Wochenende mit einem Stand und zwei Podiumsdiskussionen vertreten sein wird. Desweiteren machen wir Sie auch unsere Demonstration am Dienstag den 7.Juni und einem abschließenden Blickpunkt Spot special - präsentiert vom Vereinsheim und der Schwabinger Bürgerversammlung - aufmerksam.
Aufeinandertreffen von HIH und Rettet die Münchner Freiheit
Am 31. Mai um 19:30 Uhr findet in der Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, 80802 München,die Sitzung des Bezirksausschusses 12 Schwabing-Freimann statt. Dort werden erstmals Vertreter der Hamburgischen Immobilien Handlung und die Bürgerinitiative Rettet die Münchner Freiheit aufeinander treffen.
Für die Bezirksausschusssitzung sind bereits zwei Anträge eingegangen. Beide fordern die Aufstellung eines Bebauungsplans.
“Wir freuen uns über die konstruktive und fraktionsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Rettet die Münchner Freiheit und Bezirksausschussmitgliedern.”, erklärt Florian Raabe, Sprecher der Initiative. “Mit einem Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplans für Altschwabing wird der Weg frei für die von der Initiative seit langem geforderte vierjährige Veränderungssperre.”
Markus Okur, Mediengestalter der Initiative sagt: “Wir wollen den Vertretern der Hamburgischen Immobilien Handlung - denen wir übrigens zu diesem Anlass das erste Mal gegenüberstehen werden - klarmachen, dass mit ihrem geplanten Neubau das kulturelle Zentrum Schwabings unwiederbringlich ausgelöscht werden würde.”
“Die Initiative wird diesen Bau verhindern und konstruktiv mit allen Beteiligten an einer Lösung mitwirken, welche die Heimat vieler Münchnerinnen und Münchner nicht gefährden wird. Noch hat die Hamburgische Immobilien Handlung die Chance, Teil der Lösung zu sein!”, betont Florian Raabe abschließend.
Desweiteren machen wir darauf aufmerksam, dass der SPIEGEL(22/2011) über den “Fall” Feilitzschstraße ausführlich berichtet und somit dieser bundesweite Aufmerksamkeit erlangt.
Am 27. Mai um 18:00 Uhr beginnt die Demonstration Rettet die Münchner Freiheit am Geschwister-Scholl-Platz, Haltestelle Universität, mit ca. 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich für einen Stopp des Baugenehmigungsverfahrens der geplanten Neubebauung an der Feilitzschstraße 7-9 und einen Bebauungsplan mit Erhaltungssatzung für das gesamte Viertel Altschwabing einsetzen.
18:30 Uhr: Auftaktkundgebung am Geschwister-Scholl-Platt
ab 18:30 Uhr: Demonstrationszug (über Ludwigstraße und Leopoldstraße)
gegen 19:30 Uhr Abschlusskundgebung am Forum der Münchner Freiheit
Die Demonstration wird wieder durch zahlreiche Künstler unterstützt werden, die sich für ein kulturelles Viertel Altschwabing einsetzen. So haben bereits jetzt einige stadtbekannte DJ’s, Roland Hefter, Martin Rastinger, Marc Dorendorf , Sven Kemmler und Konstantin Wecker fest zugesagt.
Doch diesmal wird mit prominenten Rednerinnen und Rednern von CSU, Grünen und SPD ein deutlich größerer Schwerpunkt auf politischen Reden liegen.
Die Bürgerinitiative Rettet die Münchner Freiheit freut sich sehr, dass über Parteigrenzen hinweg zur Demonstration am 27.Mai aufgerufen wird.
Wir erwarten gespannt eine schöne und bunte Demonstration.
Der 27. Mai wird ein Signal der Stadt München sein, auf die Gestaltungshoheit der Stadt in ihrem Territorium zu pochen.

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
Protest ist nicht immer ganz umsonst - wir sind bereits jetzt massiv im Minus.
Deshalb haben wir uns entschlossen für diejenigen, die bereits angefragt haben und jenen, die uns noch anfragen werden, ein Spendenkonto einzurichten.
Wir freuen uns über jede Spende - gleich welcher Betrag!
Der gemeinnützige Verein StudentInnen am Biederstein e.V übernimmt freundlicherweise die Verwaltung der Spenden.
100% der Spenden kommen Rettet die Münchner Freiheit zugute.
Spenden ab 10€ können wir eine Spendenquittung zukommen lassen.
Spenden sind steuerlich absetzbar.
Die Bilanzen von Rettet die Münchner Freiheit werden in regelmäßigen Abständen veröffentlicht. Völlige Transparenz ist uns äußerst wichtig!
Spenden gehen an:
StudentInnen am Biederstein e.V
100 16 299 04 (K-Nr)
701 500 00 (BLZ)
Stadtsparkasse München
Rettet die Münchner Freiheit (Verwendungszweck)
Damit wir ihnen auch eine Spendenquittung zukommen lassen können bitten wir Sie:
- ihre Adresse im Verwendungszweck zu nennen
- per Email, unter Angabe der Spende, ihre Anschrift zu nennen
partner(at)muenchens-freiheit.de
Wir behandeln ihre Daten höchst vertraulich und lassen diese auch nicht Dritten zukommen.
Wir danken für Ihre Unterstützung an der Rettung der Münchner Freiheit.
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